Make.com vs. Mensch: Wann lohnt sich Automatisierung wirklich?

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Wenn es um Make.com Automatisierung im Büro geht, scheiden sich die Geister. Die einen sind begeistert und wollen jede wiederkehrende Aufgabe sofort auf Tools übertragen. Die anderen befürchten Kontrollverlust oder denken, der Aufwand für die Einrichtung sei größer als der Nutzen. Die Wahrheit? Automatisierung mit Make.com kann ein echter Gamechanger sein – wenn du sie an den richtigen Stellen einsetzt. In diesem Artikel zeige ich dir, wo Make.com im Backoffice richtig glänzt, welche Aufgaben du lieber selbst erledigen solltest und wie du beides so kombinierst, dass dein Unternehmen langfristig profitiert.

Warum ich Automatisierung mit Make.com liebe (und trotzdem nicht alles automatisiere)

Ich gebe zu: Es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als wenn ein Prozess komplett automatisch mit Make.com abläuft, ohne dass ich einen Finger rühren muss. Neue Kundenanfragen landen automatisch in meiner Datenbank, die Rechnungserstellung geht pünktlich über die Bühne, und wichtige Termine erscheinen wie von Zauberhand im Kalender.

Doch auch wenn ich ein Fan von Make.com Automatisierung bin, automatisiere ich längst nicht alles! Manche Aufgaben leben von Kreativität, Empathie oder spontanen Entscheidungen. Und genau diese Qualitäten kann kein Tool ersetzen. Automatisierung mit Make.com ist für mich eine sinnvolle Ergänzung, kein Ersatz. Sie nimmt mir Fleißarbeit ab, damit ich mich auf die Dinge konzentrieren kann, die nur ich leisten kann.

Die Vorzüge von Make.com Automatisierung im Backoffice

Zeitersparnis ist das wohl wichtigste Argument für die Automatisierung mit Make.com. Eine E-Mail, die automatisch versendet wird, kostet dich keine Minute – egal wie oft sie rausgeht. Rechnet man das auf ein Jahr hoch, sind das schnell mehrere Stunden oder sogar ganze Arbeitstage, die du einsparst.

Ein weiterer Vorteil ist die Fehlerreduktion. Menschen machen Tippfehler, vergessen Anhänge oder übersehen mal einen Arbeitsschritt. Das ist völlig normal, kann aber für nervige Nacharbeit sorgen. Automatisierte Workflows mit Make.com arbeiten dagegen zuverlässig nach vorgegebenen Regeln – jedes Mal. Das sorgt für mehr Konsistenz, die vor allem im Kundenkontakt Gold wert ist.

Nicht zu vergessen ist die Skalierbarkeit. Stell dir vor, dein Unternehmen wächst und du erhältst plötzlich doppelt so viele Anfragen wie bisher. Mit einem gut eingerichteten Make.com Workflow ist das kein Problem – die Prozesse laufen einfach weiter, ohne dass du sofort zusätzliche Mitarbeiter einstellen musst.

Wenn du mehr über die Funktionen von Make.com erfahren möchtest, solltest du einen Blick in diesen Artikel werfen: 

Automatisierung mit Make.com – was ist möglich?

Was du problemlos mit Make.com automatisieren kannst

Ein klassisches Beispiel ist die Kontaktverwaltung und -auswertung. Über Make kann ich Kontakte aus Active Campaign automatisiert in Monday übertragen. Monday wertet dann auf Knopfdruck aus, wie viel Zeit zwischen Erstkontakt und Buchung eines Kennenlerngesprächs vergeht. Diese Information hilft mir dabei, meine Strategie immer weiter zu verbessern. 

Auch Benachrichtigungen kann man perfekt mit Make.com automatisieren. Bei Projekten habe ich Slack-Kanäle eingerichtet, die automatisch Meldungen erhalten, wenn bestimmte Ereignisse eintreten. Ein Beispiel, durch das mein Team und ich richtig viel Zeit sparen können, ist die Freigabe einzelner Teilschritte im Marketing-Bereich: Sobald ein Team-Mitglied eine Grafik o.ä. zur Freigabe erstellt hat, erhalte ich eine Slack-Benachrichtigung. Dadurch wird das Verschieben von Projekt-Karten überflüssig, was gerade bei der umfangreichen Content-Erstellung sehr wertvoll ist.

Selbst die Rechnungsstellung kann Make.com automatisieren: Nach Projektabschluss erstellt mein System eine Rechnung, füllt alle Daten aus und verschickt sie an den Kunden. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass keine Zahlung vergessen wird.

Welche Aufgaben du besser selbst erledigst

So verlockend es ist, alles mit Make.com zu automatisieren – es gibt Grenzen. Aufgaben mit einem hohen kreativen oder zwischenmenschlichen Anteil solltest du selbst übernehmen.

Kundengespräche sind ein Paradebeispiel: Hier geht es nicht nur um Informationen, sondern um Beziehung und Vertrauen. Ein automatisierter Chat Bot mag einfache Fragen beantworten können, aber Zwischentöne erkennen oder auf komplexe Anliegen eingehen? Das kann nur ein Mensch. Dieses Beispiel ist dir sicherlich im privaten Alltag auch schon begegnet, wenn du statt einem Support-Agent einen Chat Bot im Live Chat hattest, der einfach nicht verstanden hat, was du eigentlich willst… In solchen Fällen finde ich Automatisierung eher abschreckend.

Auch strategische Entscheidungen gehören nicht in die Hände eines Automatisierungstools. Make.com kann dir zwar helfen, nötige Daten zu sammeln, aber die Richtung für dein Unternehmen musst du selbst bestimmen.

Schließlich leben auch kreative Inhalte wie Blogartikel oder Marketingkampagnen von Persönlichkeit und Erfahrung. Automatisierung kann hier unterstützen, indem sie Entwürfe speichert oder Beiträge veröffentlicht, aber die Idee und Umsetzung bleiben bei dir.

Automatisierung mit KI? Lieber (noch) nicht

Künstliche Intelligenz (KI) ist aktuell ein heißes Thema – auch bei Automatisierungen mit Tools wie Make.com. Doch so verlockend die Möglichkeiten sind: Für viele Aufgaben im Backoffice ist KI derzeit noch nicht ausgereift genug. Die KI kann Muster erkennen und einfache Texte generieren, aber bei komplexeren Entscheidungen, emotionalen Einschätzungen oder der individuellen Kundenkommunikation stößt sie schnell an ihre Grenzen.

Außerdem sind KI-basierte Automatisierungen oft weniger transparent: Du weißt nicht immer genau, wie das System zu einer Entscheidung kommt, was im Business riskant sein kann. Deshalb empfehle ich, KI zwar als unterstützendes Werkzeug zu nutzen, aber kritische Prozesse lieber weiterhin mit klassischen Automatisierungen über Make.com zu steuern.

Worin der Unterschied zwischen klassischer Make.com Automatisierung und KI liegt? Make arbeitet nach klaren Wenn-dann-Regeln, die DU vorgibst. Der Workflow ist dadurch immer linear, berechenbar und gleichbleibend zuverlässig. Die KI hingegen arbeitet auf Basis von Wahrscheinlichkeiten und Mustern, die sie selbstständig erkennt – sie „denkt“ also nicht strikt linear, sondern adaptiv. Das führt dazu, dass KI-gestützte Prozesse flexibler, aber auch unvorhersehbarer sind.

Deshalb ist klassische Automatisierung mit Make ideal für strukturierte Aufgaben, bei denen Verlässlichkeit entscheidend ist, während KI besser für kreative oder komplexe Szenarien geeignet ist, die menschliches Urteilsvermögen aber dennoch nicht vollständig ersetzen können.

Der ideale Schnitt: Mensch und Make.com im Team

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer klaren Aufgabenteilung. Automatisiere alles, was sich wiederholt und keine Entscheidungen erfordert. Behalte Aufgaben, die Flexibilität oder eine persönliche Note brauchen, selbst in der Hand.

Mein Tipp: Führe eine Woche lang ein Protokoll, welche Aufgaben du täglich machst, wie lange sie dauern und ob sie immer gleich ablaufen. Du wirst überrascht sein, wie viele Prozesse sich wiederholen und damit ideale Kandidaten für Make.com Automatisierung sind. Auf diese Weise wirst du Schritt für Schritt das richtige Maß an Automatisierung für dein Business finden.

Mit welchen Apps ist Make.com kompatibel?

Make.com ist ein echter Alleskönner bei App-Integrationen. Weit über 1.000 Apps kann man direkt anbinden. Darunter sind Klassiker wie Google Sheets, Slack, Trello, Asana, WordPress, Shopify, Stripe und Active Campaign, aber auch echte Nischenlösungen. Dank Webhooks und API kannst du auch andere Tools anbinden, die keine direkte Integration bieten.

Das bedeutet, du bist flexibel – egal in welcher Branche du arbeitest. Make.com Automatisierung unterstützt Marketing, Vertrieb, E-Commerce, Projektmanagement und vieles mehr.

So gelingt dir der Start mit Make.com Automatisierung

Der Einstieg ist leichter als du denkst.

  • Definiere eine kleine, konkrete Aufgabe, die dich oft aufhält.
  • Verbinde in Make.com die passenden Apps.
  • Teste den Ablauf, bevor du ihn live schaltest.

Ein einfacher Workflow ist ideal für den Start, zum Beispiel: „Wenn ein Kunde das Kontaktformular ausfüllt, erstelle automatisch eine Aufgabe in Trello und sende eine Slack-Benachrichtigung.“ So bekommst du ein Gefühl für Make.com, bevor du komplexere Automatisierungen baust.

Niemals komplett die Kontrolle abgeben

Ich liebe die Verlässlichkeit meiner Make.com Automatisierung. Dennoch überprüfe ich erledigte Aufgaben immer wieder mal. So kann ich sicherstellen, dass wirklich alles richtig läuft. Trotz dieser manuellen Kontrolle investiere ich inzwischen nur noch ganz wenig Zeit in standardisierte Aufgaben und steigere meine Effizienz.

Automatisierung mit Make.com lohnt sich – mit Augenmaß

Automatisierung ist kein Alles-oder-nichts-Thema. Wer Make.com gezielt einsetzt, kann enorm profitieren, egal ob kleines oder großes Unternehmen. Make.com gibt dir die Möglichkeit, Routineaufgaben delegieren und gleichzeitig die Kontrolle behalten zu können.

Starte klein, optimiere Schritt für Schritt und fokussiere dich auf die Prozesse mit dem größten Potenzial. Automatisierung unterstützt dich, ersetzt dich aber nicht. Das beste Ergebnis entsteht, wenn Mensch und Make.com Hand in Hand arbeiten.

Ehrlichkeit ist sehr wichtig für mich. Obwohl ich ein großer Fan von Make.com Automatisierung bin, möchte ich realistisch bleiben: Sie kann dir nicht alles abnehmen! Doch sie kann dir das Leben erleichtern.

Wenn du bereit für diese Erleichterung bist, aber nicht genau weißt, wie du das Ganze angehen sollst, unterstütze ich dich gerne dabei. Trage dich jetzt in meinen Terminkalender ein, um dich unverbindlich dazu beraten zu lassen!

Jetzt kostenlose Erstberatung buchen!

Diese Fragen stellen meine Kunden zur Make.com Automatisierung

Ist Make.com Automatisierung auch für kleine Unternehmen sinnvoll?

Ja, denn gerade kleine Teams sparen mit Make.com viel Zeit bei Routineaufgaben und können sich so auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Brauche ich Programmierkenntnisse für Make.com?

Nein, es sind keine Programmierkenntnisse nötig. Make.com ist eine benutzerfreundliche No-Code-Plattform und basiert auf einer visuellen Oberfläche. 

Reicht die kostenlose Testversion von Make.com für erste Automatisierungen?

Für einfache Workflows reicht es, wenn du Make.com kostenlos nutzt. Bei komplexeren Prozessen lohnt sich meist ein Upgrade auf einen bezahlten Plan.

Wie erkenne ich, welche Aufgaben ich mit Make.com automatisieren sollte?

Beobachte deine täglichen Abläufe und markiere wiederkehrende, zeitintensive Tätigkeiten. Diese sind perfekte Kandidaten für Automatisierung.

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Weil dein Backoffice nicht dein größter Zeitfresser sein sollte

Ich bin Sabine Zay und helfe dir, wiederkehrende Verwaltungsaufgaben mit Make.com zu automatisieren.

So gewinnst du Zeit zurück für das, was wirklich zählt – dein Kerngeschäft.

Das Ergebnis: mehr Zeit, weniger Stress und ein Backoffice, das leise im Hintergrund für dich arbeitet.

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